Standortfaktoren

Wie wettbewerbsfähig ist Basel-Stadt und wie schneidet der Kanton hinsichtlich der Standortattraktivität ab? Ein Blick auf ausgewählte Standortfaktoren liefert Antworten.

Anhand von ausgewählten Standortfaktoren werden die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortattraktivität von Basel-Stadt dargestellt. Die Standortfaktoren prägen die Standortqualität und tragen massgeblich zur Wachstumsperformance der Wirtschaftsregion bei.

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Erläuterung: Der Gesamtschweizer Durchschnitt ist auf 100 normiert. Verwendet wurde jeweils das aktuellste verfügbare Jahr (2013 bis 2017). Liegt der Wert des Kantons Basel-Stadt über dem Gesamtschweizerischen Durchschnitt, hat der Kanton einen Standortvorteil.

Es zeigt sich, dass Basel-Stadt hinsichtlich der Erreichbarkeit und der Innovationsfähigkeit deutlich oberhalb des Schweizer Durchschnittes rangiert. Der kontinentale Erreichbarkeitsindex berücksichtigt die Reisezeit und die Frequenz, die benötigt wird, um eine Region zu erreichen. Neben dem Flugverkehr werden auch die Strassen- und Bahnverbindungen miteinbezogen. Basel-Stadt ist aus Europa sowie aus anderen Regionen der Schweiz optimal erreichbar. Dies ist für den Standort von hoher Bedeutung, denn, je besser eine Region vernetzt ist, desto stärker kann sie am wirtschaftlichen Wachstum teilhaben. Die hohe Innovationsfähigkeit spiegelt sich zum einen in der Zahl der Patente pro Kopf und zum anderen im BAK Hochschulqualitätsindex (basierend auf dem CWTS Leiden Ranking) wider. Wichtig für die Innovationskraft einer Region ist zudem die Verfügbarkeit an Hochqualifizierten, d.h. die sogenannte Tertiärquote. Auch hier weist Basel-Stadt eine überdurchschnittliche Ausprägung auf. Um die Besteuerung von Unternehmen und Hochqualifizieren zu vergleichen, wurde der BAK Taxation Index miteinbezogen. Als wichtigsten Indikator wird für die durchschnittliche Besteuerung von Unternehmen die EATR-Steuerbelastung (d.h. effektive Steuerbelastung) einer erfolgreichen Investition, bzw. für Hochqualifizierte die Steuerbelastung auf einem Nettoeinkommen von 100'000 Euro für einen hochqualifizierten ledigen Arbeitnehmer ohne Kinder, erfasst. Bei beiden Indikatoren werden alle am entsprechenden Standort relevanten Steuerarten und -bestimmungen berücksichtigt. Die Steuervorlage 17 wird hinsichtlich der heutigen unterdurchschnittlichen Ausprägung des Indikators Unternehmensbesteuerung zu einer positiven Entwicklung führen.

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