Swiss Innovation Park Region Nordwestschweiz

Mit der Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Forschung und Innovation (FIFG) wird der Aufbau eines nationalen Innovationsparks vom Bund unterstützt. Der Bundesrat versteht dies als Massnahme im Bereich Standortförderung, die im Interesse sowohl der Forschungs- wie der Innovationsförderung liegt und die bisherigen Massnahmen von Bund und Kantonen ergänzen soll. Der nationale Innovationspark soll aus zwei „Hubs“ bei den eidgenössischen technischen Hochschulen sowie vorerst zwei Netzwerkstandorten bestehen. Diese sollen, allenfalls später ergänzt um weitere Netzwerkstandorte, im Rahmen einer nationalen Trägerschaft zusammenarbeiten und als Ganzes im Ausland vermarktet werden.

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft gründeten gemeinsam mit der Handelskammer beider Basel - welche die Geschäftsstelle stellt und damit das Projekt in der Konzeptphase leitet - im Jahr 2011 den Verein „Schweizer Innovationspark Region NWCH“ (SIP NWCH). Dessen Trägerschaft wurde 2014 durch den Kanton Jura ergänzt.

Der SIP NWCH ist als Ergänzung zu lokalen und regionalen Massnahmen zur Innovationsförderung zu sehen. Der Basel Inkubator mit der Universität Basel und der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie der Technologiepark Basel gehören zu den Fördermassnamen des Kantons Basel-Stadt, die Nordwestschweizer Innovationsförderung i-net innovation networks switzerland ergänzt diese Massnahmen und soll im SIP NWCH eine wichtige Funktion übernehmen.
Im Rahmen des Vereins SIP NWCH wurde von der Wissenschaft, der Wirtschaft und den beteiligten Kantonen ein Projekt erarbeitet, und im Juni 2013 als Konzeptstudie veröffentlicht. Inzwischen wurden die Arbeiten vertieft und Ende März 2014 in Form einer offiziellen Bewerbung der drei Kantone bei der Konferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) eingereicht. Die VDK hat Ende Juni dem Bund empfohlen, das Projekt SIP NWCH zusammen mit dem Aargauer Projekt „innovAARE“ und den beiden Standorten bei den eidgenössischen Hochschulen in die Startformation des nationalen Innovationsparks aufzunehmen. Auf dem für den SIP NWCH ausgewählten Areal Bachgraben in Allschwil (BL) kann ein vollumfänglich ausgestattetes Geschoss in einem bereits bestehenden Laborgebäude gemietet und schon 2015 als Initialstandort bezogen werden. Als definitiven Standort des SIP NWCH stehen in nächster Nähe zum Initialstandort in Allschwil neu bebau- und gestaltbare Flächen zur Verfügung. Weitere Areale mit langfristigem Entwicklungspotenzial finden sich im Kanton Basel-Stadt (Klybeck und Rosental) und im Kanton Jura (Innodel, Delémont). An diesen Orten kann zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlicher Platz für Forscherinnen und Forscher aus den Hochschulen und der Industrie geschaffen werden.

Der SIP NWCH fokussiert sich auf die Themenbereiche Biomedical Engineering, Sciences, and Technologies (BEST), wozu die klassischen Life Sciences, aber auch die in den Life Sciences integrierten Technologien gehören. Dieser interdisziplinäre Ansatz soll einerseits in sich gefördert werden und andererseits Nährboden für die innovative Forschung von Morgen sein. Indem Interaktionen im SIP NWCH aktiv gefördert werden, entstehen neuartige und innovative Kombinationen einzelner Technologien. Durch das Hinaustragen in bestehende und die Gründung neuer Unternehmen auf der Grundlage der Arbeiten im SIP NWCH soll ein Beitrag zu mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in der gesamten Region geleistet werden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) arbeitet an der Konzeption und Umsetzung des SIP NWCH seit Beginn aktiv mit. Zudem hat der Verein SIP NWCH mit dem vom AWA betriebenen Technologiepark Basel eine Absichtserklärung für die künftige Zusammenarbeit unterzeichnet. Technologiepark Basel und SIP werden Partner in einem künftig noch stärkeren Wirtschaftsraum Nordwestschweiz sein.

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Amt für Wirtschaft und Arbeit

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