Der Schweizer Innovationspark Nordwestschweiz wird konkret

Die Büros und Labors am Initialstandort Bachgraben in Allschwil werden umgebaut und per Mitte Jahr durch die ersten Forschungseinheiten bezogen. Die offizielle Eröffnung ist für die zweite Hälfte 2015 geplant.

Mit dem 2011 vom Bund initiierten nationalen Innovationspark wird ein neues Instrument der Innovationsförderung geschaffen. Dabei sollen an mehreren Standorten in der Schweiz Plattformen errichtet werden, die den Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie gemeinsame Forschungsprojekte ermöglichen.

Die Region Nordwestschweiz verfügt als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort über eine einmalige Kompetenz in Gesundheit, Ernährung und Nanowissenschaften. Unter dem Themenschirm „Biomedical Engineering, Sciences, and Technologies (BEST)“, welche die klassische Life Sciences und auch die in den Life Sciences integrierten Technologien umfasst, werden konkrete Themenschwerpunkte gesetzt.

Mit den ansässigen Hochschulen und Industrien, der hervorragenden Verkehrsanbindung und der internationalen Vernetzung ist die Region Nordwestschweiz prädestiniert für einen Standort des Schweizer Innovationsnetzwerks. Dies bestätigte im Juni 2014 auch die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK). Sie empfahl dem Bund, den Schweizer Innovationspark Nordwestschweiz (SIP NWCH) unter acht Bewerbern als einen von lediglich zwei Projekten in die Startformation des nationalen Parks aufzunehmen. Zusammen mit den beiden ETHs in Lausanne und Zürich und dem ebenfalls erfolgreichen Projekt „InnovAARE“ des Kantons Aargau wird nun eine nationale Trägerschaft gebildet, die ab Januar 2016 ihren Betrieb aufnehmen wird.

Der SIP NWCH ist ein physischer Ort, an dem Vertreter von grösseren und kleineren Unternehmen sowie Hochschulen und privaten Forschungsinstituten in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammenarbeiten können. Er bietet Gebäude mit Labor- und Büroinfrastruktur sowie Räumlichkeiten für den informellen Austausch und genügend Entwicklungsfläche für die Ansiedlung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie Forschungsgruppen. Das Projekt wird getragen von den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura sowie von der Handelskammer beider Basel.

Realisierungsfahrplan

Der SIP NWCH wird in zwei Phasen umgesetzt.

Phase I: Initialstandort Bachgraben in Allschwil
Als erstes wird ein sogenannter Initialstandort aufgebaut und betrieben. Dieser besteht aus ca. 5'000 m2 Labor- und Bürofläche im Areal Bachgraben in Allschwil. Es sind die ehemaligen Forschungslabors der Actelion; diese sind bezugsbereit und dienen dem SIP NWCH als Möglichkeit, sehr schnell und niederschwellig einen Standort zu betreiben und die Konzepte rasch möglichst umzusetzen. Ebenfalls dient der Initialstandort dazu, erste Erfahrungen zu sammeln, diese auszuwerten und Verbesserungen für den definitiven Standort in dessen Konzept einzubauen. Aktuell sind von der verfügbaren Fläche von 5'000 m2 noch 330 m2 zu vermieten. Die Labors und Büros werden bereits umgebaut und werden im Mai 2015 durch die ersten Forschungseinheiten bezogen. Es ist geplant, eine Fläche von ca. 500 m2 als Gemeinschaftsfläche mit Sitzungszimmern, Begegnungs- und Rückzugszonen für alle Mieter des SIP NWCH im dritten/vierten Quartal 2015 zu bauen. Dies soll auch der offizielle Startpunkt des Innovationsparkes sein und er wird zu diesem Zeitpunkt offiziell eröffnet.

Phase II: Definitiver Standort Bachgraben in Allschwil
Die zweite Phase beinhaltet die Finanzierung, die Planung und den Bau des definitiven Standortes, ebenfalls am Standort Bachgraben in Allschwil (ca. 200 m entfernt vom Initialstandort), auf dem Areal BaseLink. Dieser Standort wird in Form eines neuen Forschungs- und Entwicklungsgebäudes entstehen.

Die ersten Erfahrungen aus dem Betrieb des Initialstandortes werden in die Planung und den Betrieb des definitiven Standortes einfliessen. Somit wird sichergestellt, dass die Gebäude des definitiven Standortes genau und nachgewiesen den Praxis-Anforderungen der Nutzer angepasst werden können.

Der SIP als Katalysator für die Region und die bestehenden Institutionen

SIP NWCH als Katalysator

Die Funktion des SIP NWCH kann als Katalysator oder Beschleuniger für Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E) und Firmen betrachtet werden. Unabhängige Projekte und Forschungsgruppen können innerhalb der Infrastruktur des SIP NWCH und in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Organisationen i-net, BaselArea und Basel Inkubator schneller und zielgerichteter voranschreiten. Aus dem SIP NWCH können folgende Resultate entstehen:

Spin-off/Firma
Aus den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten können Firmen entstehen, welche in geeignete Infrastrukturen der Region wechseln. Diese innovativen Technologieunternehmen können sich dann z.B. im Technologiepark Basel oder den bestehenden Wirtschaftsflächen des Kantons Basel-Stadt im Stücki-Areal oder im Rosental ansiedeln und dort entsprechend wachsen.

Produkt
Aus den Forschungsarbeiten können Produkte und Erkenntnisse entstehen, welche auch unabhängig von direkten Firmengründungen weiter entwickelt werden können.

Institut
Aus grösseren Projekten aus dem Industrie- oder Hochschulumfeld könnten auf längere Frist auch ganze Institute entstehen, welche entweder im SIP NWCH verbleiben oder sich – analog zu den Spin-offs – eigene Infrastrukturen suchen oder sich einer Hochschule angliedern.

„In-Licensing“
Unter In-Licensing verstehen wir im Zusammenhang mit dem SIP NWCH, dass ein bestehendes Unternehmen entweder die Lizenz zur weiteren Erforschung oder Entwicklung eines Forschungsresultates einkauft oder eine ganze Projektgruppe oder Forschungseinheit aufkauft und in ihren eigenen Betrieb integriert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sip-nw.ch oder www.awa.bs.ch

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Kontakt:

Samuel Hess
Leiter Bereich Wirtschaft
Mitglied der Geschäftsleitung
Utengasse 36
Postfach
4005 Basel

Telefon: +41 61 267 85 38
E-Mail: samuel.hess@bs.ch

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