Rückblick Veranstaltung: „Investitionschancen am Wirtschaftsstandort Basel: Angebot und Nachfrage nach Geschäftsimmobilien im gegenläufigen Trend zur Schweiz?“

Die Standortförderung des Kantons Basel-Stadt lud am 15. September 2015 Unternehmen aus der Immobilienbranche ein, um gemeinsam mit Vertretern von CBRE Schweiz die anstehenden Herausforderungen und Chancen auf dem Geschäftsimmobilienmarkt zu diskutieren. Die erfreuliche Anzahl Gäste widerspiegelte das Interesse der Investoren am Standort Basel.

Unsichere Wirtschaftslage - Robuster Kanton Basel-Stadt

Die Wirtschaft in Basel ist trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in den letzten Jahren stetig gewachsen. Gemäss dem Bundesamt für Statistik hat die Anzahl der beschäftigten Personen im Kanton Basel-Stadt zwischen 2005 und 2013 um über 18`000 zugenommen. Alleine zwischen 2011 und 2013 lag der Anstieg bei fast 7`000 Beschäftigten.

Spannend ist auch der Fakt, dass die Zunahme sowohl im sekundären als auch im tertiären Sektor stattgefunden hat. Neben dem robusten Beschäftigungswachstum sprechen auch die überdurchschnittlichen Konjunkturaussichten für den Kanton Basel-Stadt. Für den Immobilienmarkt ebenfalls interessant ist die angedachte Unternehmenssteuerreform III, mit der die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen verbessert werden sollen. Dadurch könnte ein zusätzlicher Anreiz für den Ausbau und die Ansiedlung von Forschung- und Entwicklungsabteilungen entstehen.

Investitionsentscheide bestehender Unternehmen – Nachgelagerte Arbeitsplätze als Chance

Dies ist insbesondere auf die robuste chemisch-pharmazeutische Industrie zurückzuführen. In den vergangenen Jahren zeichnete sich diese sowohl durch die Zunahme der Beschäftigten wie auch durch die steigende Wertschöpfung aus. Die Pharmaindustrie ist ein bedeutender Wachstumsmotor für die regionale Wirtschaft, die auch Beschäftigungswachstum ausserhalb der Branche mit sich zieht. Auf einen Arbeitsplatz in der pharmazeutischen Industrie werden mehr als drei Arbeitsplätze in den Zulieferindustrien benötigt. Dieser Effekt wirkt sich auch auf den Geschäftsimmobilienmarkt Basel aus.

Der Wachstumsmotor bestehe aber nicht nur aus den Pharmaunternehmen. Verschiedene Unternehmen haben sich mit Immobilienprojekten für den Eigenbedarf zum Standort Basel bekannt. Neben den Unternehmen wie Roche, Novartis, und Syngenta haben ebenfalls die Basler Versicherungen, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sowie die Helvetia Versicherungen Projekte für den Eigenbedarf geplant oder führen diese bereits aus. All diese Investitionen werden nachgelagerte Effekte mit sich ziehen. Für diese induzierte Nachfrage müssen auf dem Immobilienmarkt ebenfalls Projekte realisiert werden. In diesem Bereich entsteht eine spannende Nachfrage nach Immobilien und dadurch lukrative Investitionschancen auf dem Geschäftsimmobilienmarkt in der Region Basel.

Steigende Nachfrage und sinkendes Angebot auf dem Geschäftsimmobilienmarkt

Die wachsende Wirtschaft wirkt sich dynamisch auf den Geschäftsimmobilienmarkt aus. Um die Investitionschancen einzuschätzen, lohnt sich ein Blick auf den bestehenden Geschäftsimmobilienmarkt. Während die Büroleerstände schweizweit zunehmen, weist der Kanton Basel-Stadt im vierten Jahr in Folge einen sinkenden Leerstand bei Geschäftsimmobilien auf. Die kantonale Leerstanderhebung erfasste zwischen 2011 und 2015 einen Rückgang der leerstehenden Industrie- und Geschäftslokale von rund 169`000m2 auf rund 104`000m2. Insbesondere auch die leerstehenden Büroflächen haben abgenommen. Alleine im letzten Jahr sank der Leerstand in diesem Bereich um 19%.

Die sinkenden Leerstände wirken sich auch auf das verfügbare Immobilienangebot für die Unternehmen in der Stadt Basel aus. Der Büromarktbericht der CSL Immobilien AG bestätigt den Sonderfall Basel. Im Vergleich mit den Städten Zürich, Genf und Bern weist die Stadt Basel mittlerweile das geringste Angebot verfügbarer Büroflächen auf. Die Angebotsquote befindet sich seit längerer Zeit unter fünf Prozent, die für einen funktionierenden Markt erforderlich wären.

Die Erfahrungen der Standortförderung zeigen, dass in Basel verschiedene Angebotslücken im Immobilienmarkt bestehen. Dieser Umstand und die guten Konjunkturaussichten bieten in den nächsten Jahren lukrative Investitionsmöglichkeiten für Investoren im Geschäftsimmobilienmarkt Basel.

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Kontakt:

Standortförderung
Fabian Bauer
Projektleiter Wirtschaftsflächenstrategie
Hochstrasse 37
4002 Basel

Telefon: +41 61 267 65 17
E-Mail: fabian.bauer@bs.ch

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