Logistik am Standort Basel

Die Logistik gilt, neben der Life Sciences-Industrie und der Finanzwirtschaft, als Schlüsselbranche im Kanton Basel-Stadt. Dieser Sektor kann von den sehr guten Standortbedingungen der Region profitieren und ist über die Jahre hinweg stark gewachsen.

 

Logistik im Raum Basel

Der Grossraum Basel ist nicht nur der wichtigste Logistikstandort in der Schweiz, sondern auch der einzige Schweizer Standort, der europaweit von Bedeutung ist. Er ist für seine ausserordentlich hohe Effizienz im Umschlagsbereich bekannt. Dazu beigetragen hat auch die vorhandene, gut ausgebaute Infrastruktur.

Mittlerweile arbeiten rund 18'000 Personen für die Logistikbranche in der Region. Dazu werden jährlich nahezu 500 Lernende ausgebildet. Diese Zahlen verdeutlichen den hohen Stellenwert, den die Branche einnimmt. Neben dem wichtigen Standortvorteil der ausgezeichneten Lage - direkt an der Grenze zu Deutschland und Frankreich - kommt der Region Basel zudem die starke Aussenhandelsorientierung der Schweiz zugute.

Basel liegt am europäischen Güterkorridor und ist als Verkehrsknotenpunkt sowohl über die Schiene als auch über die Strasse schnell zu erreichen. Insgesamt werden jährlich 20 Mio. Tonnen Wirtschaftsgüter über Basel und seine Umgebung im- oder exportiert. Dies entspricht rund 30% des schweizerischen Aussenhandels.

Zudem ist Basel durch seine Lage an einer der wichtigsten europäischen Wasserstrassen privilegiert. Ein wichtiger Teil des Aussenhandels wird über die Rheinhäfen abgewickelt. Die Hafenanlagen mit ihren Umschlagplätzen und Lagereinrichtungen gewährleisten der Region im Netz der europäischen Handels- und Verkehrswege die Verbindung mit dem Meer. Ein Gütervolumen in der Höhe von 6 bis 7 Mio. Tonnen passiert Jahr für Jahr die Schweizerischen Rheinhäfen. Insbesondere für den Import nimmt der Hafen eine wichtige Rolle ein. 12% aller eingeführten Güter erreichen das Land über den Wasserweg (in Mengen).

Mit dem neuen Cargo Terminal ist der Flughafen Basel bestens für optimale Logistikprozesse ausgerüstet. Über 100‘000 Tonnen Fracht wurden im 2015 am Euroairport umgeschlagen. Dies bedeutet gegenüber 2014 ein Wachstum von 3%. Tendenz weiter steigend.

Logistikcluster Region Basel

Der Kanton Basel-Stadt anerkennt die volkswirtschaftliche Bedeutung der Logistikbranche und möchte sie aktiv unterstützen, damit der Logistikstandort Basel auch langfristig wettbewerbsfähig bleibt.

Aus diesem Grund wurde die Initiative Logistikcluster Region Basel im Jahr 2011 als „Public-Private Partnership“ von den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt, den Branchenverbänden und den Infrastrukturbetreibern gemeinsam mit der Handelskammer beider Basel (HKBB) ins Leben gerufen. Mit der Initiative Logistikcluster Region Basel wurde ein geeignetes Instrument zur Weiterentwicklung des Logistikstandortes Basel geschaffen. Nach dem Abschluss der ersten, erfolgreichen Pilotphase im Jahr 2014, wurde nach der Durchführung einer Bedürfnisanalyse beschlossen, die Initiative bis 2017 weiterzuführen.

Der Logistikcluster Region Basel verfolgt folgende Ziele:

  • die Region Basel als Logistikstandort zu positionieren
  • die volkswirtschaftliche Bedeutung der Logistik aufzuzeigen
  • eine tragfähige Brücke zwischen den Logistikunternehmen, der Politik, den Behörden und der Gesellschaft zu schlagen
  • die künftigen Herausforderungen der Logistik zu erkennen
  • eine Strategie mit Massnahmenplan zur Entwicklung des Logistikstandortes zu formulieren und umzusetzen
  • den Austausch innerhalb des Clusters zu fördern

Unternehmenspflege

Die Unternehmenspflege dient dazu, die Anforderungen und Bedürfnisse der Unternehmen an den Standort im weltweiten Wettbewerb zu kennen. Dabei geht es darum, Anregungen und Ideen zur Verbesserung der Standortfaktoren des Kantons Basel-Stadt zu evaluieren sowie den Unternehmen die Dienstleistungen und Produkte des Kantons vorzustellen. Ferner werden regelmässig Anlässe durchgeführt mit dem Ziel, den Unternehmen, der Politik und der Verwaltung eine Plattform für den gegenseitigen Austausch zu bieten.

Einer dieser Anlässe fand am 6. April 2016 bereits zum dritten Mal statt. Eingebettet in die Logistics & Distribution Messe in Zürich, luden die Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektionen der Kantone Zürich und Basel-Stadt zur diesjährigen Veranstaltung „Basel meets Zürich“ ein. Der Anlass diente wiederum als ideale Plattform zur Begegnung, und auch dieses Jahr fand ein reger Austausch zwischen der Politik, der Verwaltung und der Logistikwirtschaft statt.

Unter dem Titel „City-Logistik“ wurde das Güterverkehrskonzept für die Stadt Basel vorgestellt, welches Massnahmen aufzeigt, mit denen der Güterverkehr durch die öffentliche Hand, aber auch durch private Akteure weiter optimiert werden kann. Die zunehmende Staubelastung, vermehrte Lieferzeitvorgaben und Eilbedürftigkeit, aber auch zunehmende Privatkundenanlieferungen, sind zukünftige Herausforderungen für die Logistik in den Ballungsräumen.

Das Güterverkehrskonzept beinhaltet verschiedene Massnahmen. Dazu gehören:

  • Paketstationen und Paketboxen
  • Aufbau von Mikrodepots
  • Speditionskooperationen über bestehende Anlagen
  • Ausweitung des Cargo-Velo-Verkehrs

Ein zentraler Ansatz zur Optimierung sind vertikale (zwischen Lieferanten, Transportunternehmen und Empfängern) und horizontale Kooperationen (z.B. zwischen Transportunternehmen bzw. Kurier-Express-Paket-Dienstleistern).

Das Eingehen von Kooperationen und eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Verwaltung und der privaten Wirtschaft werden dazu beitragen, dass neue Ideen positiv in die Tat umgesetzt werden.

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Kontakt

Standortförderung
Paolo Baldini
Branchenverantwortlicher Logistikwirtschaft
Hochstrasse 37
Postfach
4002 Basel

Telefon: +41 61 267 88 81
E-Mail: paolo.baldini(at)bs.ch

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