Life Sciences Cluster Mapping Region Basel

In welchen Therapieschwerpunkten sind die Basler Life Sciences Unternehmen tätig? Von wo stammen die Spin-offs und mit welchen Funktionen sind Ansiedelungen in Basel tätig?

Diese und viele weitere Fragen können bisher nicht umfassend beantwortet und vor allem mit Daten untermauert werden. Deshalb arbeitet die Initiative Life Sciences Cluster Basel – zu welcher auch die Standortförderung des Kantons Basel-Stadt zählt – am Projekt „Cluster Mapping“ und erhebt diese Daten zu Unternehmen der Life Sciences Branche der Region Basel.

Datenlage zur Life Sciences Branche der Region Basel

Im Jahr 2015 wurden 37,8% der nominalen Gesamtwertschöpfung des Kantons Basel-Stadt durch die Life Sciences Branche erwirtschaftet. Über 30‘000 Arbeitsplätze der Region Basel wurden durch Life Sciences Unternehmen geschaffen. Allein im Kanton Basel-Stadt sind über 10% der Beschäftigten im Bereich der Life Sciences tätig. Dies sind nur einige von vielen Kennzahlen, welche die zentrale Rolle der Life Sciences für die Wirtschaft des Kantons aufzeigen. Diese Kennzahlen sind wichtig, um einen Überblick über die Gesamtwirtschaft einer Region zu erhalten. Sie dienen auch als wichtige Grundlage, um wirtschaftspolitische Entscheidungen zu treffen.

Trotzdem bleiben viele Fragen offen, die für die Partner der Initiative, aber auch für weitere Akteure in Basel relevant sind. Welche Unternehmen sind es, die neben „Big Pharma“ 30‘000 Arbeitsplätze in der Region Basel geschaffen und 37,8% der nominalen Gesamtwertschöpfung erwirtschaftet haben? Wo sind die Standorte dieser Unternehmen? Wie sind sie miteinander verbunden? Das Ziel des Mapping-Projekts ist, diese und weitere Fragen zu beantworten. Durch eine tiefergehende und detailliertere Analyse auf Unternehmensebene trägt es dazu bei, ein besseres Verständnis über die Life Sciences Branche der Region Basel zu erhalten. Obwohl sie in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung sein können, sind Informationen zu Unternehmen eines Standorts nur selten in gesamthafter und übersichtlicher Form vorhanden. Dieser Mangel soll nun für den Life Sciences Cluster der Region Basel behoben werden.

Nutzen für verschiedene Bereiche und breites Publikum

Ein Ziel der Life-Sciences-Strategie 2014-2017 ist, die Stärken und „Lücken“ in der Life Sciences-Wertschöpfungskette zu erkennen und geeignete Massnahmen zu ergreifen. Im Rahmen des Projekts Life Sciences Cluster Mapping soll die Datengrundlage erarbeitet sowie eine Analyse durchgeführt werden, um das beschriebene Ziel erreichen zu können. Das Projekt steht unter der Leitung der Standortförderung Basel-Stadt. Dies soll auch dazu genutzt werden, um die Vermarktung des Standorts zu vereinfachen und zielgerichteter betreiben zu können. Zudem werden die Daten genutzt, um interessante Informationen für Öffentlichkeit, Unternehmen und Politik bereitzustellen. Sie können verwendet werden, um den bereits bestehenden Internetauftritt des Life Sciences Cluster Basel weiter auszubauen. Weiter sind die Erkenntnisse aus dem Projekt für die Unternehmenspflege in der Region sehr hilfreich.

Detailliertere Beschreibung des Projekts

In einer ersten Phase werden Daten zu den Unternehmen über bereits bestehende und öffentlich zugängliche Datenbanken sowie mittels Internet-Recherche erhoben. Bei der Recherche im Internet rücken vor allem die Websites der Unternehmen in den Fokus. Der Unterschied zu den bestehenden Datenbanken ist, dass diese Daten nun zu allen Unternehmen des Clusters auf einer Plattform übersichtlich vorhanden sind. Im Zentrum des Projekts stehen grundsätzlich Unternehmen des Kernbereichs der Life Sciences Industrie, aber auch die Zulieferer und Dienstleister sind von Interesse. Zum Einzugsgebiet des Clusters zählen die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura sowie die Regionen Fricktal und Dorneck-Thierstein. Eine Ausdehnung dieses Gebiets ist zu einem späteren Zeitpunkt eine anzustrebende Option.

In einer weiteren Phase werden interessante Fragestellungen erarbeitet, welche sich aus der Datenerhebung ergeben. Diese Fragestellungen sollen dann mit Hilfe von fokussierten qualitativen Methoden (beispielsweise Unternehmensbefragungen) beantwortet werden. Schliesslich sollen die Erkenntnisse des gesamten Projekts über verschiedene Kommunikationskanäle Interessierten zugänglich gemacht werden und so ermöglichen, den Life Sciences Cluster Basel auf anschauliche Weise kommunizieren zu können. Dies wird in verschiedenen Schritten vonstattengehen und im Frühling 2017 initiiert. Einen ersten Vorgeschmack, welche Art von Informationen sich aus dem Projekt ergeben, liefert die Darstellung der Subbranchenverteilung innerhalb des Life Sciences Clusters. Die Erhebung der Daten zu den Unternehmen wird alle zwei bis drei Jahre wiederholt. Dies dient zum einen der Aktualisierung der Daten und zum anderen, um einen Überblick über die Entwicklung des Clusters im Zeitverlauf zu erhalten.

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Life Sciences-Strategie

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft arbeiten in Zusammenarbeit mit der Handelskammer beider Basel seit 2005 in regelmässigen Abständen von drei Jahren eine gemeinsame Life Sciences-Strategie aus. Diese Strategie basiert auch auf Erkenntnissen und Anregungen der Strategieplattform auf Bad Schauenburg. An dieser treffen sich hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Hochschulen und Spitälern, um gemeinsam eine Marschrichtung für die Life Sciences Region Basel festzulegen.

Initiative Life Sciences Cluster Basel

Im Rahmen der Initiative Life Sciences Cluster Basel arbeitet der Kanton Basel-Stadt, zusammen mit dem Kanton Basel-Landschaft, der Handelskammer beider Basel, BaselArea.swiss und dem Switzerland Innovation Park Basel Area an einer weiteren Verbesserung der Life Sciences-spezifischen regionalen Rahmenbedingungen.

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Abbildung: Prozentuale Verteilung der Unternehmen innerhalb des Life Sciences Clusters der Basel nach bisherigen Daten des Projekts Life Sciences Cluster Mapping.

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