Geschäftsimmobilienmarkt Kanton Basel-Stadt: Welche Chancen und Perspektiven bietet der Wirtschaftsstandort für Immobilieninvestoren?

Die Standortförderung des Kantons Basel-Stadt hat am 29. September 2016 Unternehmen aus der Immobilienbranche eingeladen, um die ausgezeichneten Chancen und Perspektiven des Geschäftsimmobilienmarktes für Investitionen aufzuzeigen.

Vor 80 Gästen haben Christoph Brutschin, Eva Herzog und Hans-Peter Wessels das Zusammenspiel der Standortqualität, der aktiven Bodenpolitik und der Raumplanung sowie die damit verbundenen Chancen auf dem Geschäftsimmobilienmarkt vorgestellt.

Die Nachfrage wächst stärker als das Angebot – Die Basler Wirtschaft braucht neue Geschäftsimmobilien

Im Kanton Basel-Stadt besteht bei Geschäftsimmobilien seit mehreren Jahren ein Nachfrageüberschuss. Seit 2011 haben die leerstehenden Industrie- und Geschäftslokale jährlich abgenommen. Seither hat sich der Leerstand von knapp 170‘000m2 auf knapp 90‘000m2 fast halbiert. Besonders stark ist der Leerstand bei den Büroflächen gesunken, und für Unternehmen ist es zunehmend schwierig, Büros zur Ansiedlung oder Expansion zu finden. Dies bestätigt auch die Erhebung der Angebotsquote (ausgeschriebene Büroflächen in den nächsten sechs Monaten), die beispielsweise durch die CSL Immobilien erhoben wird. Sowohl der nationale als auch internationale Vergleich bestätigen, dass die Unternehmen in Basel auf zusätzliche Angebote angewiesen sind.

Ein Blick auf die Nachfrage zeigt eine weitere Chance auf, die der Geschäftsimmobilienmarkt in Basel bietet. Das erfolgreiche Wachstum der grossen Basler Unternehmen wie Roche und Novartis führt zu nachgelagerten Effekten. So zeigt beispielsweise eine Studie der Beratungsfirma Polynomics auf, dass in der Schweiz ein zusätzlicher Arbeitsplatz in der Pharmaindustrie mehr als drei weitere Arbeitsplätze bei Zuliefern in vorgelagerten Branchen generiert – ein Teil davon in Basel. Die zahlreichen Ausbauprojekte, die in Planung, Bau oder bereits vollendet sind, lösen damit weitere Nachfrage in vorgelagerten Branchen aus und stärken damit die Nachfrage im Geschäftsimmobilienmarkt.

Die dritte Chance für Investoren stellt die gute Perspektive im Ausbau der Standortqualität dar. Private Unternehmen und die öffentliche Hand investieren rund sieben Milliarden in das Innovationssystem der Region Basel und tätigen damit wichtige Zukunftsinvestitionen zur Stärkung der Adaptionsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes. Eine Übersicht der Investitionen finden Sie im Faktenblatt „Investitionschance Geschäftsimmobilien Kanton Basel-Stadt“. Der Standortqualitätsindikator der Credit Suisse bestätigt die guten Aussichten des Standorts. Gemäss einer Neuberechnung basierend auf der Erreichbarkeit sowie der Steuerbelastung für juristische Personen aufgrund der Unternehmenssteuerreform III dürfte sich der Kanton Basel-Stadt bis 2020 zum Kanton mit der zweitbesten Standortgunst aller Schweizer Kantone entwickeln.

Die aktive Bodenpolitik des Kantons Basel-Stadt

Der Kanton Basel-Stadt beteiligt sich aktiv am Immobilienmarkt und konnte in jüngster Zeit diverse Areale wie zum Beispiel die Areale Coop-Lysbüchel und Rosental erwerben. Zudem ist auf dem Areal Klybeck der Kauf von weiteren 50`000m2 Grundflächen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes geplant. Der Regierungsrat gibt gezielt Land im Baurecht ab, um die Entwicklung des Kantons sowohl als Wirtschaftsstandort als auch als Wohn- und Lebensraum zu fördern. Mit der Abgabe von Baurechten können strategische Ziele des Kantons aktiv vorangetrieben werden. So wurde beispielsweise das Areal an der Neudorfstrasse einem Projektentwicklerwettbewerb ausgeschrieben, damit ein Gewerbepark entstehen kann. Dies ermöglicht mehr Flächen für das produzierende Gewerbe und vergrössert gleichzeitig den Handlungsspielraum bei der baulichen Verdichtung bei anderen Arealen. Die Areale Rosental und Klybeck ermöglichen dem Kanton den Mietmarkt für Geschäftsimmobilien gezielt zu stärken, um die Verfügbarkeit attraktiver Flächen für Unternehmen in Zukunft nachhaltig zu verbessern.

Wirtschaftswachstum dank Verdichtung – Arealentwicklungen in Basel

Im räumlich eng begrenzten Kanton Basel-Stadt besteht eine grosse Nachfrage nach Wohnungen und Geschäftsimmobilien. Dies belegt die Zunahmen von rund 10`000 Einwohnerinnen und Einwohnern und 20`000 Beschäftigten in den letzten zehn Jahren. Der Regierungsrat verfolgt das Ziel, die Wachstumsstrategie bei der Bevölkerung und der Wirtschaft fortzusetzen. Die Grundlage für das weitere Wachstum ist die bauliche Verdichtung. Die Raumplanung bietet den bestehenden Unternehmen die Möglichkeit mit Bebauungsplänen auf den firmeneigenen Arealen zu expandieren. Roche, Novartis, Syngenta, Helvetia, Bâloise, BIZ, Bell und Lonza nutzen diese Möglichkeit und investieren grosse Summen in ihre Immobilien. Die Liste ist nicht abschliessend und verlängert sich laufend. Damit sich der Handlungsspielraum für Ansiedlungen und Unternehmen ohne eigene Areale ebenfalls vergrössert, werden bei Verdichtungen Flächen für die Wirtschaft ausgewiesen. Die wichtigsten wirtschaftlichen Schwerpunktgebiete zur Stärkung des Mietmarktes sind die Areale Dreispitz, Güterbahnhof Wolf, Klybeck, Rosental und Volta Nord. Gemäss aktuellen Planungsstand besteht bis 2035 ein Flächenpotenzial für rund 26`000 neue Arbeitsplätze und 16`000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die Perspektiven für ein beträchtliches Wirtschaftswachstum sind aktuell günstig. Die Standortförderung des Kantons Basel-Stadt steht Unternehmen auf Flächensuche sowie Investoren, die in Geschäftsimmobilienmarkt Kanton Basel-Stadt investieren möchten, beratend zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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