Kurzarbeitsentschädigung (KAE Covid-19)

Summarisches Abrechnungsverfahren bei Kurzarbeit verlängert

Der Bundesrat hat am 1. Oktober 2021 das summarische Abrechnungsverfahren für Kurzarbeitsentschädigung (KAE) verlängert. Die Kantone, die Dachverbände der Sozialpartner und die zuständigen parlamentarischen Kommissionen befürworten mehrheitlich die beschlossene Anpassung. Die entsprechende Änderung der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung tritt per sofort in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2021.

Das summarische Abrechnungsverfahren wurde im Frühjahr 2020 eingeführt, um eine rasche Bearbeitung und Auszahlung der KAE zu ermöglichen. Konkret bedeutet dies, dass die Betriebe weniger Informationen abgeben müssen und die Arbeitslosenkassen die KAE als Pauschale in Prozenten der Lohnsumme berechnen und ausrichten können. Der Bundesrat hat das summarische Abrechnungsverfahren bereits mehrmals verlängert.

Die überwiegende Mehrzahl der Betriebe, die seit Beginn der Pandemie Kurzarbeit einsetzen, kennen ausschliesslich das summarische Abrechnungsverfahren. Eine Rückkehr zum ordentlichen Verfahren hätte zum jetzigen Zeitpunkt für alle Beteiligten einen erheblichen Zusatzaufwand bedeutet. Die bis Ende 2021 befristete Beibehaltung des summarischen Abrechnungserfahrens unterstützt somit die wirtschaftliche Erholung derjenigen Betriebe, die weiterhin auf KAE angewiesen sind. Zudem entlastet es die Arbeitslosenkassen bei der Abrechnung der eingereichten Kurzarbeitsgesuche.

Im Zusammenhang mit dem summarischen Abrechnungsverfahren müssen auch die Mehrstunden, welche sich ausserhalb der Kurzarbeitsphase angesammelt haben, weiterhin nicht abgezogen werden. Zudem wird nach wie vor das Einkommen aus Zwischenbeschäftigungen nicht an die KAE angerechnet.

Bisherige Entscheide des Bundesrats

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Kurzarbeit beantragen

Schritt 1: Voranmeldung Kantonale Amtsstelle für Arbeitslosenversicherung (KAST)

Folgen Sie bitte diesem Link und reichen Sie entweder das Formular COVID-19 Voranmeldung von Kurzarbeit (Bewilligungsbeginn bis 31. August oder früher) oder ab 1. September 2021 das Formular Ordentliche Voranmeldung von Kurzarbeit per Post (siehe Kontaktbox rechts) oder per E-Mail (kast.awa@bs.ch) ein oder füllen Sie es online aus. Die KAST prüft Ihren Antrag und teilt Ihnen den Entscheid schriftlich mit.

Schritt 2: Geltendmachung bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse (OeAK)
Verwenden Sie hierzu die im Anschluss an diesen Absatz angehängten Formulare und senden diese per E-Mail an kae.awa@bs.ch. Für jeden weiteren Monat reichen Sie bitte erneut das entsprechende Antragsformular bei der OeAK ein.

Excel-Formular für die Abrechnungsperioden Juli 2021 bis und September 2021, wenn im Betrieb KEINE Personen mit Einkommen unter CHF 4'340 pro Monat (bei einem Vollzeitpensum oder umgerechnet auf ein Vollzeitpensum) von Kurzarbeit betroffen sind:

Excel-Formulare für die Abrechnungsperioden Juli 2021 bis und mit September 2021, wenn im Betrieb Personen MIT Einkommen unter CHF 4'340 pro Monat (bei einem Vollzeitpensum oder umgerechnet auf ein Vollzeitpensum) von Kurzarbeit betroffen sind:

Hinweis: Bitte laden Sie die Excel-Formulare immer neu herunter, um sicher die aktuellste Version zu verwenden. Die Excel-Formulare sind nicht kompatibel mit der Anwendung Numbers, daher bitte ausschliesslich online oder auf Excel darauf zugreifen.
Bitte beachten Sie auch den "Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden" weiter unten.
Die Abrechnungsformulare bis Juni 2021 finden Sie zuunterst auf dieser Seite.

Die OeAK setzt Alles daran, die Ihnen zustehende Entschädigung sobald wie möglich auf die von Ihnen angegebene Zahlungsverbindung zu überweisen.

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Rapport über die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden

Achtung

Ab der Abrechnungsperiode Juli 2021 müssen alle Betriebe bei der Geltendmachung von Kurzarbeitsentschädigung das für das summarische Verfahren adaptierte Formular «Rapport wirtschaftlich bedingter Ausfallstunden» (Formular 716.307.1) einreichen. Mit ihrer Unterschrift bestätigen darauf die von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmenden jeweils Ende Monat die für sie geltend gemachten Arbeitsausfälle und bestätigen, dass sie weiterhin mit der Kurzarbeit einverstanden sind. Das Formular stellt neben den bereits bisher erforderlichen betrieblichen Unterlagen eine Pflichtbeilage zum Formular «Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung» dar und ist auch der zuständigen Arbeitslosenkasse einzureichen.
 

Formular: Rapport wirtschaftlich bedingte Ausfallstunden


Beim Ausfüllen des «Rapports über die wirtschaftlich bedingen Ausfallstunden» ist zu beachten:

Fehlende Unterschriften

  • Diese können nicht durch Emailbestätigungen oder Mobiltelefon-Nachrichten der betroffenen Mitarbeitenden ersetzt werden.
  • Ausnahmsweise kann KAE für eine Person entrichtet werden, wenn für diese aus plausiblen Gründen keine Unterschrift mehr beigebracht werden kann (wenn sie beispielsweise den Betrieb verlassen hat) und der Betrieb eine schriftliche Begründung einreicht.
  • Ausnahmsweise kann KAE für eine Person entrichtet werden, wenn diese ferienbedingt abwesend ist. Auch in diesem Fall hat der Betrieb dies schriftlich zu begründen und die fehlende Unterschrift, spätestens mit dem Abrechnungsformular des Folgemonats, nachzureichen.

Auf die unterschriftliche Bestätigung jeder einzelnen arbeitnehmenden Person kann in Grossbetrieben ab ca. 100 Mitarbeitenden verzichtet werden, wenn:

  • eine für alle betroffenen Personen gültige Kurzarbeitsregelung mit erkennbarem Muster vorliegt (z.B. erste Gruppe Montag und Dienstag, zweite Gruppe Mittwoch und Donnerstag) und
  • die monatlichen Ausfallstunden durch eine Arbeitnehmervertretung schriftlich bestätigt wird.  


Berücksichtigung von Gleitzeit

Art. 46 Abs. 2 AVIV und die in diesem Absatz festgehaltene Bestimmung zu betrieblichen Gleitzeitregelungen bleibt auch während der gegenwärtigen ausserordentlichen Lage in Kraft:
Im Rahmen einer betrieblichen Gleitzeitregelung gearbeitete Mehrstunden oder nicht gearbeitete Fehlstunden verhalten sich in Bezug auf die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden in der Spannweite eines Gleitzeitsaldos von minus 20 bis plus 20 Stunden neutral.
Soweit also geleistete Mehrstunden dem Gleitzeitkonto der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters gutgeschrieben werden, reduzieren diese Mehrstunden die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden nicht, solange der Saldo des Gleitzeitkontos plus 20 Std. nicht überschreitet.
Umgekehrt führen Fehlstunden, welche dem Gleitzeitkonto belastet werden, zu keiner Erhöhung der wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden.
Damit während Kurzarbeitsphasen nicht unverhältnismässig viele Mehrstunden im Rahmen einer betrieblichen Gleitzeitregelung geleistet werden können, ohne dass sich dadurch die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden vermindern, ist ein maximaler Aufbau der Gleitzeitkonti von minus 20 auf plus 20 Stunden (40 Mehrstunden) zulässig.
Grundsätzlich steht es dem Betrieb frei, ob er Mehr- und Minderstunden im aufgezeigten Rahmen über die Gleitzeitkonti der Mitarbeitenden abwickelt.
Regelungen im Detail siehe AVIG Praxis KAE, B10 ff. Während der Geltungsdauer des vereinfachten summarischen Verfahrens müssen die Betriebe die Gleitzeitsaldi ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und deren Veränderungen gegenüber der Arbeitslosenkasse nicht detailliert belegen.

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Neu: Online-Formulare für Kurzarbeitsentschädigung

Ab sofort ist es möglich, die Covid-19 Voranmeldung und den Antrag für Kurzarbeitsentschädigung online einzureichen.

 

Link zu den Online-Formularen

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Bitte beachten Sie, dass...

  • der monatliche Antrag innert 3 Monaten eingereicht werden muss, da ansonsten der Anspruch verfällt.
  • die Kontoverbindung korrekt ist.
  • der Antrag unterschrieben ist.
  • die verlangten Beilagen dem Antrag beigefügt sind.
  • die vereinfachten Covid-Formulare finden Sie auf der Internetseite des SECO: www.arbeit.swiss (Formulare - Kurzarbeitsentschädigung).

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