Arbeitsmarkt

Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel. Hier finden Sie die wichtigsten Kennzahlen und Grafiken zum basel-städtischen Arbeitsmarkt.

Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

  2011 2016 2019 2020 2021
Beschäftigte
(in Tausend)
183.2 190.3 192.5 188.8 -
Arbeitslosenquote 3.7 % 3.9 % 3.0 % 3.9 % 3.9 %
Grenzgängerinnen
& Grenzgänger
(in Tausend)
31.7 35.7 34.4 34.6 34.6
Grenzgänger
Anteil DE
46.5 % 48.5 % 47.6 % 46.9 % 46.6 %
Grenzgänger
Anteil FR
53.2 % 50.7 % 51.3 % 51.9 % 52.1 %

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) - STATENT / Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) - Arbeitslosenstatistik
 

Branchenstruktur: Beschäftigte

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Zahlen und Grafiken zur sektoralen und branchenspezifischen Beschäftigungsentwicklung im Kanton Basel-Stadt ab 1970, resp. 1998, sind in der folgenden Analyse ersichtlich:

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Fachkräftemangel

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Die grundsätzliche Tendenz, dass für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und dem sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) eine relativ hohe Nachfrage besteht, ist seit mehreren Jahren ein Thema am Arbeitsmarkt. Gemäss der Beschäftigungsstatistik (BESTA) des Bundesamts für Statistik (BFS) hat sich die Anzahl der offenen Stellen in der Nordwestschweiz Anfang 2022 deutlich erhöht. Die BESTA deuten zudem darauf hin, dass sich die Rekrutierungsschwierigkeiten für Hochschulabsolventen, sowie für Personen mit Berufslehre und höherer Berufsbildung in 2022 in zahlreichen Bereichen zugespitzt haben.

Ein weiterer Blickwinkel auf die Thematik bietet ein Fachkräftemangelindex, der vom Amt für Wirtschaft und Arbeit Zürich erstellt wird. Der Fachkräftemangelindex stellt Kennzahlen der Arbeitskräftenachfrage sowie des Arbeitskräfteangebots für verschiedene Berufe gegenüber und bietet damit einen Ansatz, um den relativen Fachkräftebedarf zu quantifizieren. Konkret setzt sich der Indikator aus den folgenden vier Teilindikatoren zusammen: „Verhältnis offene Stellen zu Stellensuchenden“, „Dauer der Stellenausschreibung“, „Dauer der Stellensuche“ sowie “Qualifikationsanforderungen“. Die obenstehende Grafik zeigt die zehn Berufe mit den jeweils stärksten und schwächsten Ausprägungen dieses Indikators in der Region Basel. Der Index deutet insbesondere für Fachkräfte aus den Bereichen der technischen sowie intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen auf einen relativen Arbeitskräftebedarf hin. Im Bereich der Hilfsarbeitskräfte scheint ein Fachkräftemangel vergleichsweise weniger stark ausgeprägt zu sein.

Um einen besseren Eindruck über die Grössenordnung der betroffenen Berufsgruppen zu erhalten, ist es hilfreich, das Volumen der unterschiedlichen Berufsgruppen im Kontext des Indikators zu berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund stellt die untenstehende Grafik die Werte des Fachkräftemangelindikators dem jeweiligen Beschäftigungsanteil eines Berufes gegenüber, der in der Grösse der Blasen zum Ausdruck gebracht wird. Während allgemeine Bürokräfte und Verkaufskräfte den grössten Beschäftigungsanteilen ausmachen, weisen diese beiden Gruppen einen moderat negativen Indexwert aus. In den Gruppen der Handwerksberufe, der landwirtschaftlichen Berufe, der technischen Berufe als auch der intellektuellen und wissenschaftlichen Berufe ist wiederum eine generelle Tendenz zu positiven Indexwerten zu beobachten. Gerade die beiden letztgenannten Gruppen zeichnen sich auch durch einzelne Berufe mit einem vergleichsweise hohen Beschäftigungsvolumen aus. Insbesondere Ärzte, Pflegefachkräfte sowie Material- und ingenieurtechnische Fachkräfte stechen durch den sowohl überdurchschnittlichen Wert des Fachkräftemangelindikators als auch des Beschäftigungsanteils hervor.

Ergänzender Hinweis: Zur Region Basel zählen die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn. Berufe sind auf Basis der Schweizer Berufsnomenklatur CH-ISCO-19 definiert und werden auf Ebene der Berufsuntergruppen betrachtet (CH-ISCO-19 3-Steller, hier als „Berufe“ bezeichnet: „Berufshauptgruppen“ sind wiederum auf Ebene der CH-ISCO-19 1-Steller erfasst). Die Berufsbezeichnungen sind Abkürzungen. Aufgrund der Darstellungsform und der besseren Lesbarkeit wurde in den Grafiken auf die Nennung der weiblichen Berufsbezeichnungen verzichtet. Verwendet werden geschlechtsneutrale und männliche Bezeichnungen. Die weibliche Form ist explizit mit eingeschlossen.